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Tag des Schornsteinfegers 2012


Die Glücksbringer feierten!

Tag der offenen Tür und 15 Jahre Technologiezentrum


Die Kaminkehrer-Innung Oberbayern entschloss sich, das Jubiläum ihrer Aus- und Fortbildungsstätte, das Technologiezentrum, mit dem Tag des Schornsteinfegers zusammenzulegen.

Um das 15-jährige Jubiläum am Montag, den 22. Oktober 2012 würdig zu begehen, fand vormittags ein Festakt statt. Der Kollege Udo Voigt, der die Bildungsstätte der Kaminkehrer-Innung Oberbayern seit Beginn an leitet, konnte neben dem Staatsminister a. D. MdL Erwin Huber, den Handwerkskammerpräsidenten Heinrich Traublinger auch eine Vielzahl weiterer Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft begrüßen.
Neben einer Rückschau, in der sich der Schulleiter nicht nur bei den geistigen Vätern– die ehemaligen Obermeister der Kaminkehrer-Innung Oberbayern, Klaus Gründobler und Klaus Dank - der Schule, sondern auch bei den vielen ehrenamtlichen Dozenten für all die Jahre bedankte, richtet er in seinen Ausführungen den Blick auf die Zukunft des Schornsteinfeger-Handwerks, welches ab 2013 einen Paradigmenwechsel erlebt. Der Eintritt in den freien Wettbewerb eröffnet dem Handwerk neue Chancen und stellt Beruf wie Schule vor neue Herausforderungen.

Die neue Ausbildungsordnung, die kürzlich in Kraft getreten ist, bringt neue Anforderungen im technischen Bereich mit sich, weshalb bauliche Veränderungen der Bildungsstätte notwendig sind, um auch künftig die für die Ausbildung erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse optimal vermitteln zu können.
Die Mitglieder der Kaminkehrerinnung Oberbayern haben dies erkannt und dem Vorstand in der Innungsversammlung per Beschluss bereits den Auftrag erteilt, diesbezüglich Konzepte, verbunden mit der Kostenkalkulation, zu erstellen, damit das Motto des Technologiezentrums auch in Zukunft heißt „Bereit für die Zukunft“.

Der Handwerkskammerpräsident Heinrich Traublinger stellte in seinem Grußwort die Leistung und Stärke des bayerischen Handwerks in eindrucksvoller Weise heraus und sprach die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Handwerkskammer und der Kaminkehrerinnung Oberbayern an.
Auf eine sehr humorvolle Art und Weise führte der ehemalige Staatsminister Herr Huber die Leistung des bayerischen Kaminkehrerhandwerks und der Schule aus. Insbesondere die Entstehung des Technologiezentrums stand unter einem besonderen Stern und es war den Anstrengungen aller Beteiligter zu verdanken, dass wir heute dieses Jubiläum feiern können. Auch stellte der Festredner die hohe Weiterbildungsbereitschaft aller Berufsangehörigen heraus, die diese Schule durch ihre Beteiligung zum Erfolgsgaranten machen.

Als Geschenk brachte Herr Huber von der bayerischen Staatsregierung die Rauchmeldepflicht für alle Haushalte mit, welche bestimmt eine Aufgabenerweiterung auch für die Kaminkehrer mit sich bringt.
Auch unser Präsident des Deutschen Schornsteinfeger-handwerks ließ es sich nicht nehmen und kam den weiten Weg nach München. Hans Günter Beyerstedt nahm die Gelegenheit wahr und zeigte die derzeitigen Sorgen, aber auch Chancen unseres Handwerks auf. Gerade die jährlichen Statistiken über Emissionen und Mängel demonstrieren in beeindruckender Art und Weise die Notwendigkeit der Tätigkeiten unseres Handwerks.
Der Obermeister der Kaminkehrer-Innung Oberbayern Herr Oswald Klein wies in seinem Schlusswort darauf hin, dass zukünftig der Kaminkehrer seinen Kunden neben den bisher gewohnten Leistungen auch zusätzliche Servicedienstleistungen in den Bereichen des Brand-, Umwelt- und Klimaschutzes anbieten wird.

Ab 14,00 Uhr öffnete die Schule ihre Türen für die Öffentlichkeit.

In Vorträgen der fachkundigen Juristen, Frau RA Opolony und Herrn RA Dr. Schira, hatten die Bürger und interessierte Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen die Möglichkeit sich über die neuen Rechte und Pflichten der Hauseigentümer zu informieren und Fragen zu stellen.

Von besonderem Interesse war den Teilnehmern der Fachvorträge dabei, die neue Verantwortung, die dem Bürger durch die Auflösung des Kehrmonopols zu Teil wird, zu erfahren. Sowohl Frau Opolony als auch Herr Dr. Schira erläuterten vor dem vollen Unterrichtssaal sehr eindrucksvoll, dass ab 2013 der Hauseigentümer selbst für die Beauftragung des Schornsteinfegers verantwortlich sein wird. Bis zum Ende des Jahres wird ihm hierzu der Feuerstättenbescheid durch seinen Schornsteinfeger zugestellt.
Herr Markus Schlichter, technischer Landesinnungswart Bayerns, informierte zu der Gesetzesänderung hinsichtlich der Verpflichtung zur Installation von Rauchmeldern. Sehr aufmerksam folgte das große Publikum den fachkompetenten Ausführungen bezüglich der Notwendigkeit, den Anforderungen, aber auch den Qualitätsunterschieden der einzelnen angebotenen Rauchmelder. In einem weiteren Referat diskutierte Herr Schlichter mit den Bürgern die Feinstaubproblematik und gab darüber Auskunft, ob der eigene Ofen der
neuen Münchner Brennstoffverordnung weichen muss. Aber auch auf die komplexe Fragestellungen, welche Feuerstätte für feste Brennstoffe entsprechend den Vorgaben der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Baujahre wann gemessen wird, blieb Herr Schlichter keine Antwort schuldig.

Zudem hatten die Besucher die Möglichkeit, an Führungen durch die Schule teilzunehmen. Hier war es der Kassier der Kaminkehrerinnung Oberbayern und Referent des Technologiezentrums Herr Robert Steidl, der den interessierten Bürgern die Tätigkeiten des Kaminkehrers von A bis Z an Hand einer Vielzahl unterschiedlichster Feuerstätten und Kaminen in den Werkstätten der Bildungsstätten erläuterte und die Leistungsfähigkeit unseres traditionsreichen Berufes einmal mehr demonstrierte.Auch unser beruflicher Nachwuchs trug seinen Teil bei und wies den Besuchern den Weg zu den einzelnen Veranstaltungen.

Ganz nebenbei wurde an diesem Tag hinaus ein guter Zweck erfüllt, indem die Erlöse aus Speis´ und Trank an Einrichtungen gehen, die sich um karitative Zwecke in unserem Land kümmern.
Abschließend gilt es an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten auszusprechen, die zu dem guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
In diesem Sinne waren diese Begegnungen mit den Münchener Bürgerinnen und Bürger, Politiker sowie Vertretern der Wirtschaft mit unserem Kaminkehrerhandwerk an diesem Tag durchwegs positiv und fanden bei allen Beteiligten großen Anklang.